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Hochzeitsbudget aufteilen: So verteilt ihr euer Geld auf die richtigen Kategorien

Wie viel Prozent fürs Catering, wie viel für die Location? Eine ehrliche Aufteilung des Hochzeitsbudgets nach Kategorien.

Von Miri, redaktionell verantwortet von 6 Min. Budget
Zwei Taschenrechner, 100-Euro-Scheine und Münzen auf beigem Untergrund

Ihr habt euch auf eine Summe geeinigt, sagen wir 18.000 Euro. Glückwunsch, ihr habt den schwersten Teil hinter euch. Jetzt kommt die zweite Frage: Wie verteilt man dieses Geld eigentlich sinnvoll? Wie viel fürs Essen, wie viel für die Fotos, wie viel für all den Rest?

Es gibt eine klassische Faustformel, die fast überall steht, und sie hat einen wahren Kern. Aber sie ist auch nicht das ganze Bild. Hier kommt die ehrliche Aufschlüsselung.

Falls ihr noch gar keine Summe habt: Wie ihr die Obergrenze festlegt und das Budget über die Planung hinweg aktuell haltet, steht in Hochzeitsbudget erstellen und im Griff behalten.

Die klassische Aufteilung

Über die letzten Jahre haben sich in deutschen Hochzeitsstudien ein paar Werte stabilisiert. Grob lässt sich das Hochzeitsbudget so verteilen:

  • 40 bis 50 Prozent: Location, Catering und Getränke (zusammengenommen)
  • 10 bis 15 Prozent: Outfits (Brautkleid, Anzug, Schuhe, Accessoires, Styling)
  • 8 bis 12 Prozent: Fotograf und/oder Videograf
  • 5 bis 10 Prozent: Eheringe
  • 5 bis 8 Prozent: Musik (DJ oder Band)
  • 3 bis 5 Prozent: Dekoration und Floristik
  • 3 bis 5 Prozent: Einladungen, Save-the-Dates und Drucksachen
  • 3 bis 5 Prozent: Trauung (Standesamt, freier Trauredner)
  • 2 bis 3 Prozent: Hochzeitstorte
  • 5 bis 10 Prozent: Puffer für Unvorhergesehenes

Klingt nach viel Arithmetik. Ist es auch. Aber das ist nur der Startpunkt, nicht die endgültige Wahrheit.

Warum die Faustformel nur ein Anfang ist

Niemand heiratet “durchschnittlich”. Vielleicht wollt ihr ein Drei-Gänge-Menü vom Sterne-Caterer, dafür aber nur 30 Gäste, dann verschiebt sich die Verteilung komplett. Womit ihr in echten Zahlen rechnen müsst, steht in unserer Übersicht zu den Hochzeitskosten in Deutschland — eure eigene Aufteilung rechnet ihr im Hochzeitsbudget-Rechner durch. Oder ihr feiert in der Scheune eurer Tante (Location: 0 Euro), dafür gibt’s einen aufwändigen Foodtruck. Oder Musik ist euch wichtiger als alles andere und ihr bucht eine 8-köpfige Band.

Die Frage, die ihr euch zuerst stellen solltet, ist nicht “Wie viel Prozent geben andere für Fotos aus?”, sondern: Was ist UNS am wichtigsten?

Schreibt euch jeweils drei Punkte auf:

  1. Muss perfekt sein, die Sachen, an die ihr euch in 20 Jahren noch erinnern wollt
  2. Soll gut sein, wichtig, aber nicht der Mittelpunkt
  3. Reicht solide, muss da sein, muss aber nicht extra Budget bekommen

Die Top-3 dürfen großzügig dotiert werden, auch wenn sie über dem “Durchschnitt” liegen. Bei den anderen darf gespart werden.

Eine Beispielrechnung mit 18.000 Euro

Damit das nicht so abstrakt bleibt, hier eine konkrete Aufteilung für ein Paar mit 70 Gästen, das Wert auf gutes Essen, einen tollen Fotografen und eine schöne Location legt:

Posten Betrag Anteil
Location (Miete) 1.800 € 10 %
Catering (Essen, 70 × 65 €) 4.550 € 25 %
Getränke (70 × 35 €) 2.450 € 14 %
Fotograf (8 Stunden) 2.200 € 12 %
Brautkleid + Anzug + Styling 2.000 € 11 %
Eheringe 1.500 € 8 %
DJ 900 € 5 %
Floristik + Deko 700 € 4 %
Trauredner (freie Trauung) 600 € 3 %
Papeterie 350 € 2 %
Torte 300 € 2 %
Puffer 650 € 4 %
Gesamt 18.000 € 100 %

In dieser Rechnung dominieren Catering und Getränke (zusammen 39 Prozent), gefolgt vom Fotografen. Wer lieber DJ statt Band, einfacheres Essen oder günstigere Eheringe wählt, kann 2.000 bis 4.000 Euro umschichten, etwa in eine bessere Location oder einen längeren Fotografen-Tag.

Den Puffer ernst nehmen

Der häufigste Fehler in der Budgetplanung: Es wird kein Puffer eingeplant, oder er wird vor der Hochzeit schon wieder “umgewidmet”. Plant mindestens 5 bis 10 Prozent extra ein, bei 18.000 Euro also rund 900 bis 1.800 Euro.

Wofür der Puffer typischerweise draufgeht:

  • Brautkleid-Änderungen, die teurer werden als geschätzt
  • Spontaner Floristikschmuck der Tante, der “nur kleine Extra-Kosten” verursacht
  • Trinkgelder für Servicepersonal (oft vergessen!)
  • Übernachtungen für Eltern und Trauzeugen
  • Gastgeschenke, die spontan dazukommen
  • Eine letzte Catering-Erweiterung, weil noch fünf Gäste zugesagt haben

Wenn der Puffer nicht aufgebraucht wird, wunderbar. Dann gönnt ihr euch davon eine schönere Hochzeitsreise.

Häufige Fehler bei der Aufteilung

Fehler 1: Getränke vergessen. Viele Caterer geben Essenspreise pro Person an, ohne Getränke. Eine Getränkepauschale liegt schnell bei 30 bis 40 Euro pro Person. Bei 70 Gästen sind das 2.100 bis 2.800 Euro extra.

Fehler 2: Trinkgelder nicht einplanen. Für Servicepersonal, Fotograf, DJ und Trauredner gibt es üblicherweise ein kleines Trinkgeld. Bei großen Hochzeiten kommen so 200 bis 500 Euro zusammen.

Fehler 3: An den Outfits sparen, dann nachkaufen. Das günstige Brautkleid wird teurer durch Änderungen, ein zweites Paar Schuhe für die Party, einen Bolero für die Kirche. Realistisch kalkulieren spart später Stress.

Fehler 4: Den letzten Monat unterschätzen. In den letzten vier Wochen vor der Hochzeit kommen erfahrungsgemäß noch zwei bis drei kleinere Posten dazu, an die niemand vorher gedacht hat. Lasst Geld dafür liegen.

Was HeyBride euch hier abnimmt

Die Aufteilung ist selten in 10 Minuten erledigt, meistens spielen Paare ein bis zwei Wochen mit eigenen Listen, bis die Zahlen passen. HeyBride nimmt euch das ab: Bei der Anmeldung gebt ihr eure Gesamtsumme und Gästeanzahl ein, und Miri verteilt das Budget automatisch auf 13 vordefinierte Kategorien, mit realistischen Werten für Deutschland 2026.

Ihr könnt jede Kategorie per Slider anpassen, Miri zeigt euch live, ob ihr noch im Rahmen seid. Und bei jedem neuen Anbieter, den ihr eintragt, wird automatisch verglichen: Liegt das Angebot unter, im oder über dem Budget? So habt ihr nie das Gefühl, den Überblick zu verlieren, auch wenn aus 18.000 Euro plötzlich 19.300 Euro werden, weil die Tante doch noch Cousin und Cousine mitbringt.

Häufige Fragen

01Wie teilt man ein Hochzeitsbudget auf?
Als Startpunkt gilt in Deutschland: 40 bis 50 Prozent für Location, Catering und Getränke zusammen, 10 bis 15 Prozent für Outfits, 8 bis 12 Prozent für Fotograf oder Videograf, 5 bis 10 Prozent für Eheringe, 5 bis 8 Prozent für Musik, je 3 bis 5 Prozent für Deko und Floristik, Papeterie und die Trauung, 2 bis 3 Prozent für die Torte und 5 bis 10 Prozent Puffer. Das ist ein Ausgangspunkt, keine Vorschrift.
02Wie viel Prozent des Budgets gehen für Catering drauf?
Essen und Getränke zusammen sind mit Abstand der größte Posten. In einer typischen Rechnung für 70 Gäste entfallen 25 Prozent auf das Essen und 14 Prozent auf die Getränke, zusammen also 39 Prozent. Rechnet man die Saalmiete dazu, landet man bei rund der Hälfte des Gesamtbudgets.
03Wie hoch sollte der Puffer im Hochzeitsbudget sein?
Mindestens 5 bis 10 Prozent, bei 18.000 Euro also 900 bis 1.800 Euro. Der häufigste Fehler ist, den Puffer schon vor der Hochzeit umzuwidmen. Er geht typischerweise für Änderungen am Brautkleid, Trinkgelder, Übernachtungen für Eltern und Trauzeugen und eine letzte Catering-Erweiterung drauf, wenn kurzfristig noch Gäste zusagen.
04Welche Kosten werden bei der Hochzeitsplanung am häufigsten vergessen?
Vier Posten fehlen fast immer: Getränke, weil Caterer oft nur Essenspreise pro Person nennen und eine Getränkepauschale schnell 30 bis 40 Euro pro Person kostet. Trinkgelder für Service, Fotograf, DJ und Trauredner, zusammen 200 bis 500 Euro. Änderungen und Zubehör bei den Outfits. Und zwei bis drei kleinere Posten im letzten Monat, an die vorher niemand gedacht hat.
05Sollte man sich an die klassische Budget-Faustformel halten?
Nur als Startwert. Niemand heiratet durchschnittlich. Sinnvoller ist, jeden von euch drei Punkte aufschreiben zu lassen: was perfekt sein muss, was gut sein soll und wo solide reicht. Die Top-3 dürfen deutlich über dem Durchschnitt liegen, bei den übrigen Posten wird dafür gespart.
06Wie viel kostet eine Hochzeit mit 70 Gästen und 18.000 Euro Budget?
Eine realistische Aufteilung: 1.800 Euro Saalmiete, 4.550 Euro Catering bei 65 Euro pro Person, 2.450 Euro Getränke bei 35 Euro pro Person, 2.200 Euro Fotograf für acht Stunden, 2.000 Euro Outfits und Styling, 1.500 Euro Eheringe, 900 Euro DJ, 700 Euro Floristik, 600 Euro Trauredner, 350 Euro Papeterie, 300 Euro Torte und 650 Euro Puffer.

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